Ausgerechnet unser Bergspezialist musste für unsere Teamwanderung verletzungsbedingt forfait geben. Es ist unser Glück, dass wir noch weitere Spezialisten und sogar einen Ureingeborenen aus Innerrhoden in unserem Team haben, der jeden Schritt und Tritt gut kennt und uns sicher durch Nebelschwaden und exponierte Passagen führte und auch die wilden «Geissen» unter uns im Griff hatte.
Der Ausgangspunkt der Wanderung war Brülisau, genauer gesagt die Bergbahn Pfannenstiel-Alp Sigel. Über die Bogartenlücke ging es vorbei an der Dreifaltigkeit hinauf zum Grat Marwees. Trotz Euphorie und Gruppendruck gingen wir es nach dieser T4-Gratwanderung ab dem Widderalpsattel ein wenig gemütlicher an und verzichteten auf den Umweg über den Hundstein. Schliesslich hatten wir zum ersten Mal einen Ü50-Mitarbeiter dabei, und diesen wollten wir nicht überfordern.
Da die Wanderung in das Berggasthaus Bollenwees, Thomas Manser eher langweilig war, gesellte sich eine kleine Herde Geissen zu uns. Leider ging es nicht ganz ohne Berührung mit dem Geissbock. Händewaschen war danach dringend empfohlen, um das Mittagessen geniessen zu können.
Der Rückweg führte uns am fast ausgetrockneten Sämtisersee vorbei bevor der arthrosefördernde Abstieg zur Talstation folgte. Mitten Abstieg konnten wir das Phänomen eines Wetterlochs bestaunen.
Der Tag war genau das Richtige für unser Team. Es hatte von allem etwas. Gute Gespräche, treffende Sprüche, Abstand vom Alltag, und eine fröhiche Stimmung. Nur die Sonne war ein wenig zögerlich. Vielleicht wollte uns der Alpstein einfach sagen, dass wir wieder einmal kommen sollen.
